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Jerusalem ist in friedlicheren Zeiten vor allem zu Ostern ein beliebtes Reiseziel, die Stadt ist dann voll von Touristen und Pilgern. Aber 2026 herrscht einmal mehr Ausnahmezustand. Wegen des Kriegs mit dem Iran ist die Innenstadt leer – und auch das österreichische Pilger-Hospiz hat keine Gäste.
Lucas Maier kennt das Hospiz in der Altstadt seit 2014, seit 2020 ist er Gästehaus-Manager, seit 2024 interimistischer Leiter. Er erzählt im Podcast über den Alltag in Jerusalem in und außerhalb von Kriegszeiten, von der finanziell brenzligen Situation des traditionsreichen Hospizes, den anstehenden Renovierungsarbeiten und davon, wie er als Zivildiener 2014 einen Weg gesucht hatte, seine Erfahrungen im touristischen Bereich auszubauen. Ein Weg, der ihn erstmals ins Pilger-Hospiz in Jerusalem geführt hat.
Seit der Coronapandemie reiht sich Krise an Krise, Pandemie an Krieg. 2024 musste dann der damalige Rektor, Markus Bugnyár, noch dazu wegen Vorwürfen eines ehemaligen Mitarbeiters seinen Posten räumen. Die lange Suche nach einem Wiener Erzbischof hat auch die Interimsamtszeit von Maier auf zwei Jahre anwachsen lassen. Im Herbst übernimmt der jetzige Dompropst von Wiener Neustadt, Franz Xaver Brandmayr, als Rektor des Hospizes.
Gast: Lucas Maier, interimistischer Rektor des österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem
Host: Klemens Patek
Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
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