STP081: Barrierefreiheit im Web (Teil 1)
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STP081: Barrierefreiheit im Web (Teil 1)

1:04:52 Nov 13, 2025
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Es gibt Menschen, die körperliche oder mentale Einschränkungen haben. Für diese Menschen könnte unsere Welt angenehmer gestaltet werden. Welche Vorteile auch nicht behinderte Menschen aus entsprechenden Maßnahmen ziehen und was diese Maßnahmen sind, darum soll es heute gehen. Und an einem anderen Tag auch.Shownotes seit 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz als nationale Umsetzung der EU-Richtlinie 2019/882 über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen gilt insbesondere auch für alle digitalen Dienstleistungen (Webseiten, Apps, Ticketautomaten, etc.) Leitmotiv heute: Ist das nur was für Menschen mit Behinderungen? Webseiten und Webapplikationen müssen die AA-Kriterien der WCAG 2.1 erfüllen WCAG = Web Content Accessibility Guidelines (Webinhalte-Barrierefreiheits-Richtlinien) der Web Accessibility Initiative des W3C WCAG 2.2 (aktuelle Version von 2024) enthält eine Reihe von Kriterien, gruppiert in 4 Grundprinzipien und darin 13 Richtlinien Kriterien gehen jeweils von A (Pflicht) über AA (Kür) bis AAA (Sahnehäubchen) zum Mitlesen: WCAG 2.2 (aktuelle Version, nur Englisch) oder WCAG 2.0 (etwas ältere Version, in offizieller deutscher Übersetzung) Grundprinzip 1: Wahrnehmbarkeit Richtlinie 1: Textalternativen A: Textalternativen für alle Nicht-Text-Inhalte Richtlinie 2: Alternativen für zeitbasierte Medien A: Audiobeschreibung oder Alternativdarstellung für voraufgezeichnete Bewegtbilder, Untertitel für voraufgezeichnete Videos mit Ton AA: Untertitel für Live-Videos etc. AAA: Gebärdenübersetzung für Sprache in Audio/Video etc. Richtlinie 3: Anpassbarkeit A: Struktur und Beziehungen in dargestellter Information sollen programmatisch auslesbar sein (z.B. in HTML Strukturierung anhand semantisch aufgeladener Tags wie , , , ); Darstellung soll in korrekter Lesereihenfolge erfolgen; Struktur der Information soll nicht nur aus sensorischen Charakteristika wie Form, Farbe, visueller Anordnung oder Klängen hervorgehen AA: Inhalte sollen sowohl in Hochformat als auch Querformat funktionieren; Eingabefelder sollen programmatisch als solche erkennbar sein AAA: alle Steuer- und Inhaltselemente sollen program
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