STP046: Bram Moolenaar und vim
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STP046: Bram Moolenaar und vim

1:04:15 Nov 9, 2023
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Obwohl dies ein Technikpodcast ist, kommen wir um politische Themen oft nicht ganz herum. In dieser Folge jedoch stellen wir uns nun direkt ins Feuer. Und all das nur, weil Xyrill unbedingt seinen Lieblingseditor unters Volk bringen will.ShownotesAus aktuellem Anlass: Anfang August 2023 ist Bram Moolenaar gestorben. Bram Moolenaar Jahrgang 1961, bis 1985 Studium der Elektrotechnik in Delft mit Abschlussarbeit zu Multiprozessor-Unix-Architektur seit 1988 Entwicklung eines Klons des Texteditors vi mit dem Namen vim (erst "vi imitation", später "vi improved"; "vim" kann aber auch "Elan" bedeuten) bis kurz vor seinem Tod (d.h. 35 Jahre) Leitung des vim-Projektes in seiner Freizeit (neben der Arbeit u.a. bei Google) außerdem Engagement für die NGO ICCF Holland, die Waisenkinder in Uganda unterstützt in diesem Zusammenhang: Was ist eigentlich vim? Und warum verbringt Xyrill sein halbes Leben darin? (Spoiler: man kann alle intellektuelle Arbeit als Texteditieren darstellen; siehe auch STP006) frühe 1970er-Jahre: ed – der erste Unix-Texteditor; damals hatten Unix-Computer noch keinen Bildschirm, sondern nur Tastatur und Drucker 1976: ex – eine von vielen Weiterentwicklungen von ed mit zusätzlichen Funktionen darin enthalten: ein neuartiger "visual mode", der 1979 der Standard wurde – vi ist geboren 1989 dann vim als Weiterentwicklung von Brams Portierung von vi auf Atari-Computer sprich: im Großen und Ganzen eine 50 Jahre lang ungebrochene Evolutionslinie von Texteditoren, analog und parallel zu Unix Kernidee von vi-artigen Texteditoren: modales Editieren in herkömmlichen Texteditoren: jeder Tastendruck hat immer die gleiche Bedeutung (z.B. "u" fügt ein kleines U ein; z.B. "Strg+Z" macht die letzte Operation rückgängig) Nachteil: komplexe Operationen sind begrenzt darin, wieviele Tastenkombinationen man sich merken kann in vi-artigen Editoren: Bedeutung eines Tastendrucks hängt vom aktuellen Modus ab (z.B. "u" im Eingabemodus fügt ein kleines U ein, jedoch "u" im Befehlsmodus macht die letzte Operation rückgängig) erster Vorteil: mehr Befehle sind durch einfache Tastendrücke erreichbar, die sich einfacher tippen lassen als Akkorde wie "Strg+Umschalt+R" zweite Besonderheit:
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