About this episode
Wir befassen uns unter anderem mit der Erstellung, Bewertung und dem Verbrauch von Zufall.
Außerdem in dieser Folge: Quantenmechanik, wildes Tastendrücken und Schiffe versenken.ShownotesWir haben ein Errata zu STP019. Alex schreibt:
DMA kenne ich anders, nicht das der Prozess direkt über die MMU auf ein Peripheriegerät durchgreift, sondern dass ein Peripheriegerät ohne Beteiligung der CPU Daten vom/zum Hauptspeicher übertragen kann.
Man muss dem Kernel allerdings beim Reservieren von Speicher für DMA
sagen, dass das ein DMA Buffer sein soll, weil DMA selbst nicht über die MMU läuft sondern vom Peripheriegerät direkt von/zur physikalischen Adresse.
Den eigentlichen Transfer zwischen Buffer und Peripherie muss
man dann aber per Software entsprechend aktivieren.
Xyrill antwortet: Ja, stimmt. Nun zur eigentlichen Folge:
Intro-Intro: in Referenz auf den klassischen Dilbert-Cartoon, den man zum Beispiel hier sieht
Warum sind hochwertige Zufallszahlen wichtig?
siehe STP043: Erzeugung eines RSA-Schlüsselpaars benötigt zwei große und geheime Primzahlen
geheim = niemand anders kann es raten = zufällig
oder zumindest von Zufall nicht zu unterscheiden (Pseudozufall)
Was ist "guter" Zufall?
erstaunlich schwer zu definieren
vielleicht Periodenlänge (Dauer, bis sich die Zahlenfolge wiederholt)
vielleicht Gleichverteilung der Auftrittshäufigkeit von Teilfolgen (jede einstellige/zweistellige/dreistellige/etc. Zahl sollte gleich oft in der Folge vorkommen)
Problem: die Folge "2236067977499789805051478..." ist nach all diesen Maßstäben guter Zufall – bis man bemerkt, dass das die Dezimalstellen der Quadratwurzel von 5 sind
guter (aber unpraktikabler) Test: hohe Kolmogorow-Komplexität (siehe STP025)
Errata: Beim Nachhören ist mir aufgefallen, dass die Kolmogorow-Komplexität eines Pseudozufallszahlengenerators nie besonders groß sein kann, da der Zufallszahlengenerator ja gerade ein Programm ist, was die entsprechende Zahlenfolge erzeugen kann. Das ist kein praktisches Problem, da das Programm im Kolmogorow-Sinne auch die Startwerte des Zufallszahlengenerators umfassen müsste, die aber gerade geheim sind.
"echter" Zufall kommt aus physikalischen Zufallszahlengeneratoren (Hardware-RNG)
z.B. thermisches Rauschen eines elektrischen Widerstandes
z.B. radioaktive Zerfallsvorgänge
z.B. atmosphärisches Rauschen (Empfang auf einem Frequenzband, auf dem keiner sendet)
z.B.