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Wieso setzen Politiker so oft unsinnige oder sogar schädliche Projekte durch? Spoiler: Das ist völlig rational. Die Mechanismen dahinter gibt es in diesem Video.
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Chatkontrolle – ein ParadigmenwechselDie geplante Chatkontrolle der EU bedeutet, dass private Nachrichten vor der Verschlüsselung auf Endgeräten durchsucht werden.
Das widerspricht Artikel 7 und 8 der EU-Grundrechtecharta und schafft das digitale Briefgeheimnis faktisch ab.
Warum solche Projekte entstehenDie Zeitinkonsistenz-Präferenz (Strotz 1956) erklärt, warum Politiker Projekte ex ante anders bewerten als ex post. Beim Thema Chatkontrolle steht zunächst „Kinderschutz“ im Vordergrund, später folgt eine Ausweitung – ein klassischer Mission Creep.
Die Optimismusverzerrung (Weinstein 1980) führt zur Unterschätzung von Risiken. Studien (Flyvbjerg 2009) zeigen, dass 90 % politischer Großprojekte ihre Ziele verfehlen – besonders Überwachungssysteme, da sie kaum rückbaubar sind.
Historische ParallelenDie Vorratsdatenspeicherung wurde mit ähnlichen Argumenten eingeführt und später mehrfach für grundrechtswidrig erklärt.
Das „Twix/Raider-Prinzip“ beschreibt, wie alte Überwachungsvorhaben unter neuem Namen wiederkehren.
Informationsökonomie und BürgerKomplexe Regulierungen erzeugen hohe Informationskosten. Viele Bürger reagieren mit rationaler Ignoranz (Downs 1957)