Histologie klarzelliges Nierenzellcarcinom - mit PD Dr. med. Christiane Kümpers und Prof. Sven Perner

Histologie klarzelliges Nierenzellcarcinom - mit PD Dr. med. Christiane Kümpers und Prof. Sven Perner

22:30 Feb 12, 2026
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Klinisch Relevant Podcast x Patho auf's Ohr Heute hörst Du eine Feature Folge von "Patho auf´s Ohr" von und mit PD Dr. med. Charlotte Kümpers und Prof. Sven Perner! ?? Histologie: Klarzelliges Nierenzellkarzinom Stanzbiopsie, Immunhistochemie & WHO/ISUP-Grading verständlich erklärt In dieser Folge von „Patho aufs Ohr“ – im Rahmen von Klinisch Relevant – besprechen Dr. Christiane Kümpers und Prof. Sven Perner einen klassischen histopathologischen Fall: ? Eine Stanzbiopsie aus dem rechten Oberpol der Niere mit Verdacht auf Malignität. Im Fokus steht das klarzellige Nierenzellkarzinom (ccRCC) – die häufigste Form des Nierenzellkarzinoms. ? ? Der Fall im Überblick • Patientin: 57 Jahre • Einsendung: Stanzbiopsie, rechter Nierenoberpol • Fragestellung: Malignom? Dignität? ? Zytobefundung gewünscht • Dringlichkeit: Hoch (klinische Relevanz für Therapieentscheidung) ? ? Histologie: Was zeigt die HE- und PAS-Färbung? Mikroskopisch zeigen sich: • Reguläres Nierenparenchym mit Glomeruli und Tubuli • Übergang zu atypischer Zellpopulation • Nestartig angeordnete Zellen • Helles bis klares Zytoplasma • Monotone Zellkerne • Keine sichtbaren Nukleolen in 400-facher Vergrößerung ? Das klare Zytoplasma ist typisch für das klarzellige Nierenzellkarzinom. ? ? Immunhistochemie – Warum und welche Marker? Zur Bestätigung und Subtypisierung wurden folgende Marker eingesetzt: ? Das immunhistochemische Profil bestätigt die morphologische Verdachtsdiagnose. Marker PAX8: Positiv Hinweis auf renale Herkunft RCC: Positiv Typischer Marker für Nierenzellkarzinome CD10: Positiv Häufig bei klarzelligem RCC CK7: Negativ Spricht gegen papilläre Subtypen ? ?? Endgültige Diagnose Klarzelliges Nierenzellkarzinom, gut differenziert (G1) nach WHO/ISUP-Klassifikation ? ? WHO/ISUP-Grading – Warum Nukleolen entscheidend sind Früher wurde das sogenannte Fuhrman-Grading verwendet (Kernmorphologie). Heute erfolgt das Grading nach WHO/ISUP, basierend auf der: ?? Prominenz der Nukleolen • Keine sichtbaren Nukleolen bei 400-facher Vergrößerung ? G1 • Bessere Korrelation mit klinischem Verlauf Das zeigt: Moderne Pathologie ist evidenzbasiert und prognoserelevant. ? ? Tumorklassifikation (ICD-O) Beispiel aus der Folge: • C64.9 ? Lokalisation Niere • M8310/3 ? Klarzelliges Nierenzellkarzinom • G1 ? Gut differenziert Ein TNM-Stadium ist bei Biopsiematerial nicht möglich – hierfür benötigt man ein Resektat. ? ? Lernpunkte aus der Folge ?? Morphologie bleibt die Basisdiagnostik ?? Immunhistochemie dient der Bestätigung & Subtypisierung ?? WHO/ISUP-Grading basiert auf Nukleolen ?? Biopsien erlauben kein vollständiges TNM-Staging ?? Klarzelliges RCC ist das häuf
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