#99 - "Plan Pinay-Rueff": De Gaulles Schocktherapie für Frankreich

#99 - "Plan Pinay-Rueff": De Gaulles Schocktherapie für Frankreich

55:00 Feb 19, 2026
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Neuer Franc, Sparprogramm und staatliche Autorität - warum "liberal" in Frankreich anders klingt (Coverfoto von Jacques Rueff: Imago) Frankreich, Ende der 1950er Jahre: Die Vierte Republik wirkt gelähmt, der Staat verliert Kontrolle über Haushalt und Währung. Charles de Gaulle schafft politische Autorität – und lässt ein Programm ausarbeiten, das bis heute als Zäsur gilt: Pinay–Rueff. In dieser Folge: Warum „Liberalismus“ in Frankreich historisch einen schlechten Ruf hat (Guizot, Konservatismus-Verdacht, Vichy-Diskreditierung) Die wirtschaftliche Lage 1958: Defizite, Inflation, Kapitalflucht, Devisen nur noch für etwa einen Monat Pinays „Vertrauenspolitik“ 1952 (Emprunt Pinay) vs. Rueffs harte Konsolidierung 1958 De Gaulle und die Autoritätsfrage: „Veteranen sind für Ehre da, nicht für Forderungen“ Der neue Franc (1:100) und die Logik von Stabilisierung + Abwertung/Anpassung Warum der Plan überraschend schnell wirkt (Handelsbilanz, Wachstum, EWG/Marktöffnung) Warum Rueff–Armand 1960 (Strukturreformen gegen Privilegien/„verkrustete Berufe“) in der Schublade landet Blick auf heute (2026): Warum ein neuer „Rueff-Plan“ politisch fast unmöglich ist – fehlender „Retter-Nimbus“, Dreiteilung des Parteiensystems, Straße, Euro-Zwangsjacke Gast: Matthias Oppermann (Leiter Abteilung Zeitgeschichte, Konrad-Adenauer-Stiftung; apl. Prof. für Neuere Geschichte, Universität Potsdam) Host: Andreas Noll Dieses Podcast-Projekt ist mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds und der Gustav-Stresemann-Stiftung in Bonn entstanden. Folge uns auf X Anregungen und Kritik zur Podcast-Serie: podcast[at]franko-viel.de 📌 Franko-viel-Podcast live (Folge 100): 25. Februar 2026, im Gustav-Stresemann-Institut, Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn Anmeldung über: www.gsi-bonn.de/francallemagne
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