About this episode
Neuer Franc, Sparprogramm und staatliche Autorität - warum "liberal" in Frankreich anders klingt
(Coverfoto von Jacques Rueff: Imago)
Frankreich, Ende der 1950er Jahre: Die Vierte Republik wirkt gelähmt, der Staat verliert Kontrolle über Haushalt und Währung. Charles de Gaulle schafft politische Autorität – und lässt ein Programm ausarbeiten, das bis heute als Zäsur gilt: Pinay–Rueff.
In dieser Folge:
Warum „Liberalismus“ in Frankreich historisch einen schlechten Ruf hat (Guizot, Konservatismus-Verdacht, Vichy-Diskreditierung)
Die wirtschaftliche Lage 1958: Defizite, Inflation, Kapitalflucht, Devisen nur noch für etwa einen Monat
Pinays „Vertrauenspolitik“ 1952 (Emprunt Pinay) vs. Rueffs harte Konsolidierung 1958
De Gaulle und die Autoritätsfrage: „Veteranen sind für Ehre da, nicht für Forderungen“
Der neue Franc (1:100) und die Logik von Stabilisierung + Abwertung/Anpassung
Warum der Plan überraschend schnell wirkt (Handelsbilanz, Wachstum, EWG/Marktöffnung)
Warum Rueff–Armand 1960 (Strukturreformen gegen Privilegien/„verkrustete Berufe“) in der Schublade landet
Blick auf heute (2026): Warum ein neuer „Rueff-Plan“ politisch fast unmöglich ist – fehlender „Retter-Nimbus“, Dreiteilung des Parteiensystems, Straße, Euro-Zwangsjacke
Gast: Matthias Oppermann (Leiter Abteilung Zeitgeschichte, Konrad-Adenauer-Stiftung; apl. Prof. für Neuere Geschichte, Universität Potsdam)
Host: Andreas Noll
Dieses Podcast-Projekt ist mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds und der Gustav-Stresemann-Stiftung in Bonn entstanden.
Folge uns auf X
Anregungen und Kritik zur Podcast-Serie: podcast[at]franko-viel.de
📌 Franko-viel-Podcast live (Folge 100): 25. Februar 2026, im Gustav-Stresemann-Institut,
Langer Grabenweg 68,
53175 Bonn
Anmeldung über: www.gsi-bonn.de/francallemagne