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00:00:05 Oktoberfest und alte Bekannte
Ein lockerer Einstieg mit einem Blick auf das Oktoberfest bei Heidi Klum. Trotz mangelnder Begeisterung für Bier und München wird berichtet, welche musikalischen Urgesteine dort aufgetreten sind: die Wildecker Herzbuben und die Weather Girls. Es wird humorvoll ein "Fest des Lebens" als Motto für die heutige Sendung ausgerufen.
00:02:16 Rechte Hegemonie und Armin Mohler
Die Diskussion wendet sich ernsteren Themen zu und greift ein Feature des Deutschlandfunks über neurechte Intellektuelle auf. Im Zentrum steht Armin Mohler, ein wichtiger Vordenker für die heutige Neue Rechte, auf den sich Götz Kubitschek und Björn Höcke berufen. Mohlers Buch "Der faschistische Stil" und seine Idee des "agonalen Stils" – die reine Freude an der Auseinandersetzung – werden als strategisches Mittel der Rechten analysiert, um eine angebliche Sehnsucht nach Streit und Pluralität zu inszenieren.
00:08:36 Kubitscheks "politischer Staat"
Es wird das politische Ziel von Götz Kubitschek und seinem "Institut für Staatspolitik" beleuchtet. Sein Ideal ist ein "politischer Staat", der im Gegensatz zum liberalen Staat "illiberale Elemente" besitzt und in dem über bestimmte Dinge nicht mehr diskutiert wird. Die Strategie der Provokation, wie sie Kubitschek in seinem Buch beschreibt, wird als taktisches Mittel interpretiert, um den liberalen Staat zu stören und den Weg für diesen autoritären "politischen Staat" zu ebnen.
00:13:12 Impfpflicht und die Kunst des "Notfalllibertären"
Die inneren Widersprüche der rechten Szene werden am Beispiel der Debatte um die Impfpflicht aufgezeigt. Während der staatstreue Vordenker Karl-Heinz Weißmann eine Impfpflicht aus Gehorsam gegenüber dem Staat befürwortete, lehnte Kubitschek sie ab. Um diesen Widerspruch aufzulösen, prägte er den Begriff des "notfalllibertär" oder "situationslibertär": Man ist dem Staat gegenüber ungehorsam, wenn dieser Dinge tut, die man "nicht mehr mittragen kann". Ein flexibles Konzept, das je nach Bedarf angewendet wird.
00:17:00 Das "Geschenk" der Willkommenskultur für die AfD
Die Flüchtlingssituation 2015 wird als entscheidender Wendepunkt für die damals strauchelnde AfD beschrieben – Alexander Gauland nannte es später ein "Geschenk". Erik Lehnert, Herausgeber der Zeitschrift "Sezession", wird mit der schockierenden Aussage zitiert, dass die breite Unterstützung für Geflüchtete gezeigt habe, dass "das Volk massiv manipulierbar" sei und man es "wieder manipulieren" müsse, um es für rechte Positionen zu gewinnen.